Aktuelle Familienandacht

Andacht für Sonntag Palmarum, 05. April 2020
Vorschlag des OKR für häusliche Andachten

Kirchenrat Dr. Frank Zeeb

Synode und Kollegium des OKR folgen der Verordnung der Landesregierung, in deren Anwendung einstweilen keine öffentlichen Gottesdienste in den Gemeinden stattfinden, um – soweit das menschenmöglich ist – die Verbreitung des neuartigen Virus zu verlangsamen. In diesen Zeiten steht das öffentliche Leben still, aber Familien möchten dennoch den Sonntag „hier und dort in den Häusern“ begehen. Größer wird die Gemeinschaft auch, wenn sich mehrere Familien verabreden und zur selben Zeit feiern (vielleicht tatsächlich unter Verwendung von Videokonferenzen o.ä.?)
Der Vorschlag in dieser Woche hat für die meisten Elemente auch eine Alternative für Familien mit (kleineren) Kindern. Hingewiesen wird auch auf die Livestream-Kindergottesdienste unter
www.kirchemitkindern-digital.de des Gesamtverbandes für Kindergottesdienst in der EKD (zum Einzug in Jerusalem aus dem Haus der Kinderkirche in Beilstein), für den Palmsonntag ebenfalls vom Württembergischen Kinderkirchverband.

(L: Liturg, A: Alle, E1-E4 Einzelne)
Der Vorschlag folgt weitgehend der Struktur des sonntäglichen Predigtgottesdienstes. Sie ist als Ganzes komponiert, dennoch können einzelne Teile ausgetauscht oder gelöscht werden. Das gemeinsame Gebet ist bewusst etwas breiter gefasst als das im Sonntagsgottesdienst der Fall ist, es kann auch ­ – vor allem das Fürbittgebet – durch eine Gebetsgemeinschaft ersetzt werden.
Wenn in dieser Form gebetet werden soll, sollten entweder genügend Exemplare für die Hand der Teilnehmenden bereit liegen oder – wo die technische Möglichkeit besteht – eine Wandprojektion gemacht werden. Selbstverständlich kann man die Zahl der Lesenden auch anders aufteilen.
Statt einer Lesepredigt teilen die Anwesenden ihre Gedanken miteinander nach einer Variante des bekannten „Bibel-Teilens“. Selbstverständlich ist es auch möglich, dass ein Einzelner oder mehrere eigenständig Zeugnis ablegen.
Die Lieder können selbstredend gegen andere ersetzt werden, es wurde darauf geachtet, möglichst bekannte Lieder vorzuschlagen. Auch ein dünner oder vielleicht nicht ganz tonsicherer Gesang vereint uns mit den himmlischen Chören – es ist aber auch nicht schlimm, wenn einmal nicht gesungen werden kann. Wo das technisch geht, kann man auch die Liedtitel einfach in Youtube eingeben und dann eine entsprechende Fassung verwenden, noch nicht alle Lieder sind in der Cantico-App.
Die üblichen Vorsichtsmaßnahmen sind selbstverständlich auch bei diesem Gottesdienst zu beachten (möglichst großer Sitzabstand, kein Segenskreis mit Händefassen …)
Der Oberkirchenrat wünscht allen Feiernden die Erfahrung der Anwesenheit unseres Gottes, der uns geleitet in guten und schweren Tagen und ganz bestimmt stärker ist als alle Mächte und Viren dieser Welt.

Liturgie
L: Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
A: Amen.
L: Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn.
A: Der Himmel und Erde gemacht hat.
(Entzünden einer Kerze)

Begrüßung
L: Liebe Schwestern und Brüder, heute ist der letzte Sonntag der Passionszeit, der Palmsonntag. Er hat seinen Namen davon, dass beim Einzug Jesu in Jerusalem die Menschen Palmzweige auf seinen Weg streuten.
So grüße ich Sie/ Euch mit dem Wochenspruch für den heutigen Tag: „Der Menschensohn muss erhöht werden, auf dass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben“

Lied: EG 324,1-7 Ich singe dir mit Herz und Mund (Cantico-App)

Psalm 118 / EG 747 (auf das Ehr sei dem Vater wird auf dem Höhepunkt der Passionszeit verzichtet)

Eingangsgebet: für zwei Erwachsene (nach reformiert-info.de)
E 1: Du, Sohn Davids,
unser Befreier,
manchmal wünschten wir,
du kämest in sichtbarer Hoheit daher
und würdest auf einen Schlag
alles Elend beenden.
E 2: Aber du kommst auf einem Esel geritten,
in der Gestalt eines machtlosen Menschen,
und dein Weg führt
in Leiden und Sterben.
E1: Du enttäuschst uns,
wenn wir von dir
göttlichen Zauber erwarten.
E2: Aber du tröstest alle,
die auf eine neue Welt hoffen,
denn die Macht deiner Liebe
verschafft dir den Sieg
über alles Böse.
E1: Mach uns von falschen Erwartungen frei,
und lehre uns,
dir mit dem Mut der Demut zu folgen. Amen
Stilles Gebet
L: Wir beten weiter in der Stille, miteinander und füreinander.
(Gebetsstille)
L: Herr, du hörst unser Gebet, darum kommen wir zu dir.

Lied: EG 91: Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken.(https://www.youtube.com/watch?v=xFEDpdHWOA0)
oder (mit älteren Kindern) EG 314: Jesus zieht in Jerusalem ein (https://www.youtube.com/watch?v=SF3dlS1GReI)

Predigttext: Markus 14,3-9
(Der Predigttext wird nach der Methode: „Bibel Teilen“ in sieben Schritten gemeinsam erschlossen)

Bibel Teilen in sieben Schritten:
Wir öffnen uns für Gott in Gebet und Lied:
Herr, du unser Gott, öffne unsere Herzen und unseren Sinn für dein Wort. Wir wollen hören, rede du. Was du uns sagen willst, das lass uns aufmerksam wahrnehmen. In all unserer Sorge, tröste uns. Gib uns ein festes Herz, das uns gewiss macht in der Hoffnung auf dich. Gib uns ein waches Auge, dass wir nicht nur geistlich aufschauen und vor allem nicht zurückschauen, sondern den Nächsten und seine Not sehen. Und gib uns eine sichere Hand, dass wir in den kommenden Tagen das rechte Tun, besonnen und mit Augenmaß. Das bitten wir durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, unseren Herrn.
Eine/r liest den Predigttext
Und als er in Betanien war im Hause Simons des Aussätzigen und saß zu Tisch, da kam eine Frau, die hatte ein Alabastergefäß mit unverfälschtem, kostbarem Nardenöl, und sie zerbrach das Gefäß und goss das Öl auf sein Haupt. Da wurden einige unwillig und sprachen untereinander: Was soll diese Vergeudung des Salböls? Man hätte dieses Öl für mehr als dreihundert Silbergroschen verkaufen können und das Geld den Armen geben. Und sie fuhren sie an. Jesus aber sprach: Lasst sie! Was bekümmert ihr sie? Sie hat ein gutes Werk an mir getan. Denn ihr habt allezeit Arme bei euch, und wenn ihr wollt, könnt ihr ihnen Gutes tun; mich aber habt ihr nicht allezeit. Sie hat getan, was sie konnte; sie hat meinen Leib im Voraus gesalbt zu meinem Begräbnis. Wahrlich, ich sage euch: Wo das Evangelium gepredigt wird in der ganzen Welt, da wird man auch das sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie getan hat.

Verweilen und Vertiefen
Der Text wird erneut – langsam – gelesen. Jeder und jede wird eingeladen, mitzulesen und an den Stellen, die ihm besonders naheliegen, besonders zu betonen. In einer dritten Lesung gelingt es oft, einen emotionalen Klangteppich zu weben, bei dem die Gefühle (Ablehnung, Zweifel, Angst, Freude …) wie in einer Symphonie zusammenklingen.
Schweigen (ca. 3-5 Minuten)
Die Teilnehmenden besinnen sich, jeder und jede für sich, was der Text jede/m einzelnen sagen will. Sie lassen sich darauf ein, dass nicht alles unmittelbar einsichtig ist. Sie suchen nach Anknüpfungspunkten in ihrem Leben und besinnen sich darauf, was sich in der kommenden Woche von diesem Text her in ihrem Alltag nahelegt.
Mitteilen
Wer mag, kann den anderen die eigenen Gedanken mitteilen. Wichtig ist, dass es in dieser Phase nicht um Diskussion geht, sondern darum, zu hören, was der Text bei den Schwestern und Brüdern ausgelöst hat. Deshalb wird hier nicht kommentiert.
Austauschen
Wir suchen im Gespräch nach der Bedeutung des Textes. Meist ergibt sich aus der Mitteilungsphase ein Gespräch und Themen von allein. Wenn nicht, könnten Leitfragen hilfreich sein:
Versuchen Sie sich, in die Frau hineinzuversetzen: Warum tut sie das?
Ist es angemessen, den Dienst für Jesus und den Dienst an den Armen gegeneinander auszuspielen?
300 Silbergroschen sind eine Summe, von dem eine Familie ein Jahr leben kann. Ist der Vorwurf der Verschwendung angesichts dieser Summe nicht doch angemessen?
Die Geschichte bleibt „in der ganzen Welt“ im Gedächtnis. Was will sie uns in der gegenwärtigen Situation sagen? Für unseren Glauben? Hat es eine wirtschaftlich-ökonomische Bedeutung?
Wie stellen wir uns die „zukünftige Stadt“ vor?
Jesus als König, der mit teurem Öl gesalbt wird – Jesus, der leidende Gottesknecht. Welches Jesusbild liegt uns heute näher? Warum? Was kann uns das jeweils andere Bild sagen, um unsere Beziehung zu Jesus zu stärken?

Lied: z.B. EG 70,1-4 Wie schön leuchtet der Morgenstern (https://www.youtube.com/watch?v=hXtDf-0vbsQ)
oder EG 9: Nun jauchzet all ihr Frommen (Melodiefrage bedenken!) (https://www.youtube.com/watch?v=HDkjhnwGklI)
oder EG 11,1-5: Wie soll ich dich empfangen

Alternativ: Geschichte für Kinder
Jesus ist mit seinen Freunden unterwegs. Er möchte nach Jerusalem, denn in den nächsten Tagen ist ein großes Fest. Das möchte er mit seinen Jüngern feiern. Bevor sie in die Stadt kommen, bleibt Jesus stehen. Er sagt zu seinen Freunden: „Geht voraus in das nächste Dorf. Dort seht ihr einen Esel, der an einem kleinen Baum festgebunden ist. Auf diesem Esel ist noch nie jemand auf dem Esel geritten.
Den bringt ihr mir. Genau auf diesem Esel will ich in die Stadt Jerusalem reiten. Die Jünger wundern sich über den Auftrag und fragen nach: „Aber Jesus, wir können doch nicht einfach einem Fremden seinen Esel wegnehmen“. Jesus schaut sie an. „Wenn euch der Besitzer des Esels fragt, warum ihr das Tier losbindet und einfach so mitnehmt, dann sagt ihm einfach: der Herr braucht ihn.“
Also gehen zwei von den Jüngern in das Dorf und tatsächlich: Alles ist so, wie Jesus es ihnen gesagt hat. Sie fangen an, den Esel loszubinden. Aber da taucht natürlich sofort der Besitzer auf und fragt entrüstet: „Was soll das? Warum bindet ihr einfach meinen Esel los?” Die Jünger erinnern sich und antworten: „Wir gehören zu Jesus. Der hat uns gesagt, wir sollen das machen, denn er ihn.” Als der Mann das hört, ist er einverstanden und hilft ihnen sogar, den Esel vom Baum loszubinden.
Als sie zurückkommen zu den anderen, sind die schon weitergewandert und schon am Stadttor angekommen. Jesus setzte sich sofort auf den Esel. Der ist auch gar nicht störrisch und so gehen sie durch das Tor in die Stadt hinein. „Wie wenn ein König die Stadt betritt“, denken die Jünger. Jesus reitet auf dem Esel voraus und seine Freunde ziehen wie so ein Gefolge hinter ihm her.
Mann, ist da viel los auf der Straße.  So viele Menschen sind schon zum Fest in der Stadt. Sie stehen am Straßenrand und noch viel mehr kommen ihm entgegen. Sie erinnern sich an die alte Geschichte. Gott selber wird nach Jerusalem kommen und er reitet auf einem Esel. Wenn das plötzlich wahr wäre! Dann wäre ja alles Leid zu Ende. Dann gäbe es keine Krankheit mehr, die alle bedroht. Niemand müsste mehr sterben. Wer jetzt Angst um seine Arbeit, wer unterdrückt ist, wer fliehen musste — alle wären glücklich. Das spricht sich herum. Eine große Freude erfasst die Leute. Sie freuen sich so, dass sie von den Bäumen Zweige abbrachen. Mit denen winken sie ihm zu. Das macht man so, wenn ein König in die Stadt einzieht. Aber sie wissen auch: Jesus ist kein normaler König. Deshalb kommt er nicht auf einem großen Pferd und hat keine Krone und keine Waffen. Jesus kommt im Namen Gottes. Er will den Menschen Frieden bringen. Deshalb kommt er nach Jerusalem. Deshalb kommt er zu uns. Damit wir wissen, Gott ist stärker als alle Krankheit und aller Krieg. Er bringt Frieden. (F. Zeeb, nach einer Vorlage in www.forrefs.de%2Fmedia%2Fntx%2Fauer%2Fsample%2F06187_Musterseite.pdf&usg...)
Aktion: In Württemberg ist es vielerorts Tradition, Palmbrezeln zu backen. Es handelt sich dabei um einen süßen Hefeteig mit Butter und Zucker, die Palmbrezeln werden oft mit Ei und Mandelplättchen bestreut. Das süße Gebäck erinnert uns an die Freude der Menschen.

Fürbittengebet (nach velkd.de) :
E 1 Wir halten dir unsere Herzen hin, Jesus Christus,
wir strecken dir unsere Hände entgegen.
Wir wollten dir entgegengehen,
wir wollten mit dir laufen
und hineinziehen in deine Stadt.
E 2: Aber wir können nur mit unseren Herzen zu dir kommen.
Nur unsere Sehnsucht ist auf dem Weg zu dir.
Nur unsere Gebete.
Sie sind alles, was wir haben.
E3: So beten wir für die Kranken
für die, denen keine Medizin mehr helfen kann,
für die, die einsam sterben,
für die, die unter der Last dieser Tage zusammenbrechen.
Komm zu ihnen mit deiner Liebe und heile sie.
Höre uns.
E 4: So beten wir
für die Menschen,
die in Krankenhäuser und Pflegeheimen arbeiten,
in Feuerwachen und Apotheken,
in Kitas und Supermärkten,
in Laboren und in Ställen,
in Ämtern und Gemeinden.
Komm zu ihnen mit deiner Freundlichkeit und behüte sie.
Höre uns.
E 1: So beten wir
für die Menschen,
die in der Sorge dieser Tage in Vergessenheit geraten,
die Flüchtlinge,
die Opfer von häuslicher Gewalt,
die Verwirrten und Missbrauchten,
die Hungernden,
die Einsamen.
Komm zu ihnen und rette sie.
Höre uns.
E 2: Wir halten dir unsere Herzen hin
und danken dir für den Glauben.
E 3: Wir danken dir,
weil wir zu dir und zueinander gehören.
E 4: Wir danken dir
für die Zeichen der Liebe und Verbundenheit,
für die freundlichen Worte,
für die Musik.
E 1: Wir danken dir für dein Wort und deine weltweite Kirche.
Wir wollten dir entgegengehen
und hineinziehen in deine Stadt.
E 2: Und wir erleben es:
Du gehst mit uns durch diese Zeit
Heute, in diesen Tagen der Passion,
und jeden neuen Tag.
Amen.
Alternativ: Gebet mit Kindern
Jesus, du bist zu den Menschen gekommen. Ein König und doch ganz nah. Ganz groß und doch ganz klein. Du willst uns nahe sein.
Wir bitten dich: sei du uns ganz nah, wenn wir Angst haben. Angst vor der Krankheit. Angst vor allem, was kommen mag. Gib uns Geduld, wenn wir das alles nicht mehr aushalten. Und sei bei den Kranken und allen, denen es schlecht geht.
Danke aber auch für die Menschen, die das Leben aufrechterhalten, in den Läden, in den Krankenhäuser, in Bussen und Bahnen und an vielen anderen Orten.
Jesus, auf dich dürfen wir vertrauen. Wir danken dir. Amen.
L: Vater unser

Segen
L:: Der Herr segne uns und behüte uns // der Herr lasse sein Angesicht leuchten über uns
und sei uns gnädig. // Der Herr erhebe sein Angesicht auf uns, und schenke uns Frieden.
A: Amen.

 

Liturgie für die Feier eines Hausabendmahls

Hinweise zur Vorbereitung
Schon die Vorbereitung der Feier im Familienkreis kann ein geistliches Geschehen sein:
Mit Kindern sollte man gemeinsam vorher besprechen, was das Abendmahl, was wir tun, wenn wir miteinander feiern und was Gott tut, wenn wir das Abendmahl bekommen.

  • Überlegen Sie miteinander, welche der vorgeschlagenen Lieder in der Familie bekannt sind
  • Können wir die Lieder gemeinsam singen?
  • Haben wir Gesangbücher?
  • Spielt jemand ein Instrument und kann uns begleiten?
  • Wollen wir die Lieder lieber gemeinsam lesen?
  • Wie gestalten wir den Abendmahlstisch
  • Haben wir eine schöne Tischdecke?
  • Welchen Kelch verwenden wir?
  • Woraus trinken wir (es sollte kein Gemeinschaftskelch verwendet werden, sondern soviele – möglichst gleiche, möglichst schöne -- Trinkgefässe vorhanden sein wie Familienmitglieder.
  • Haben wir eine Bibel, aus der wir lesen?
  • Soll eine Kerze angezündet werden (am Karfreitag üblicherweise nicht)?.
  • Sollen Blumen auf den Abendmahlstisch (am Karfreitag üblicherweise ebenfalls nicht)?
  • Wenn möglich, kann ein Kreuz aufgestellt oder in die Mitte gelegt werden (vorbereitend mit den Kindern basteln?).
  • Wie sitzen wir? Um den Tisch? Im Halbkreis?

Gaben:
Wenn Kinder mitfeiern, sollte roter Traubensaft statt Wein verwendet werden. Das Brot sollte in mundgerechten Stücken vorgeschnitten werden, auch hier so viele Stücke vorbereiten wie Familienmitglieder mitfeiern. Am besten eignet sich ein festes Mischbrot, Backoblaten bitte nur, wenn sie keinen Firmenaufdruck haben. Der große Kelch sollte ebenso wie der Brotteller mit einer weißen Serviette oder einem Tuch abgedeckt werden.
Wie feiern wir?
Vor Beginn sollte abgesprochen werden, wer welche Aufgabe übernimmt und wie der Empfang von Brot und Saft geschehen soll:
Am besten reicht eine Person den anderen den Brotteller, die Gläser können ebenso auf einem Tablett angereicht werden, jeder und jede nimmt sich eines. Danach wieder auf das Tablett stellen.
Alternativ kann man den Brotteller und das Tablett auch von Hand zu Hand weitergeben: Dann gibt der Leiter / die Leiterin zuerst Teller und Tablett an eine Person, diese bietet dem Leiter / die Leiterin die Gabe mit Spendewort an, reicht dann Teller und Tablett dem / der Nächsten weiter und empfängt die Gabe von ihm oder ihr. So haben am Ende alle Brot und Saft / Wein gespendet und erhalten.

Liturgie
(L: die Leiterin oder der Leiter der Feier; A: alle)

Eingangswort
<ggf. kann ein Mitglied der Tischgemeinschaft eine Kerze anzünden>.

L: Im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
A: Amen
<ggfs. Einleitung und Tischbereitung;
L: Jesus Christus ist das Licht der Welt.
Ein Mitglied der Tischgemeinschaft stellt den Teller mit Brot und den Kelch auf den Tisch.
L: ]esus Christus hat mit vielen Menschen gegessen und getrunken. Er hat gesagt „Wo Zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. Wir feiern heute miteinander das Heilige Abendmahl. Jesus Christus ist selbst mitten uns in unserer Familie. >

Psalm 23
Der Herr ist mein Hirte,
mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße
um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,
fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir,
dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch
im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl
und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
(kein Ehr sei dem Vater)

Eingangsgebet
Jesus, du bist bei uns.
Darüber freuen wir uns.
Wenn du bei uns bist, tut es uns gut. Amen.

Oder:
Jesus, du Quelle des Lebens,
du rufst die Mühseligen und Beladenen.
Erfrische auch uns durch den Strom der Kraft und der Liebe,
der von dir ausgeht alle Zeit, gerade auch in diesen Tagen. Amen.
Stilles Gebet
L: Wir beten weiter in der Stille, miteinander und füreinander.
(Gebetsstille)
L: Herr, du hörst uns, wenn wir zu dir beten. Dafür danken wir dir. Amen.

Schriftlesung
Gründonnerstag: Matthäus 26,17-19
Aber am ersten Tag der Ungesäuerten Brote traten die Jünger zu Jesus und sprachen: Wo willst du, dass wir dir das Passalamm zum Essen bereiten?
Er sprach: Geht hin in die Stadt zu einem und sprecht zu ihm: Der Meister lässt dir sagen: Meine Zeit ist nahe; ich will bei dir das Passamahl halten mit meinen Jüngern.
Und die Jünger taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und bereiteten das Passalamm.

Karfreitag: 2. Korinther 5, 17-21
Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.
Aber das alles ist von Gott, der uns mit sich selber versöhnt hat durch Christus und uns das Amt gegeben, das die Versöhnung predigt.
Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit ihm selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung.
So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!
Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, auf dass wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt.

Ansprache (oder ein Gespräch über einen biblischen Text, z.B. den in der Lesung gehörten)

Lied: (zum Beispiel):
EG 91: Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken
EG 97: Holz auf Jesu Schulter
EG 574: Nichts soll dich Ängsten

Beichte
L: Herr, du kennst uns weißt, wie wir sind.
Darum bitten wir dich:
Nimm uns so an wie wir sind,
mit unseren großen und kleinen Fehlern und Schwächen.
Nimm alles weg, was zwischen uns steht:
Ärger, Streit, Gedankenlosigkeit und Bosheit.
Wir danken dir, dass du uns vergibst.
Mach uns bereit, auch anderen zu vergeben
Oder:
Lieber Vater im Himmel,
manchmal können wir unsere Schuld nicht offen eingestehen und um Vergebung bitten.
Manchmal versuchen wir, uns aus allem herauszureden,
manchmal verdrehen wir lieber Unrecht in Recht als zuzugeben, dass wir etwas falsch gemacht haben.
Deshalb bleibt die Schuld oft an uns haften und wir erfahren nicht, wie gut Vergebung tut.
Herr, gib uns Mut, unser Versagen einzugestehen und um Verzeihung zu bitten.
L: In der Stille können wir dir sagen, was uns besonders beschwert.
(Gebetsstille)
L: Herr, vergib uns unsere Schuld.
Wenn ihr diese Bitte mit mir teilt, dann stimmt mit mir ein in den Ruf: Herr, erbarme dich.
A: Herr, erbarme dich.

Zuspruch der Vergebung
L: Euch geschieht, was ihr erbeten habt. Der barmherzige Gott hat sich über euch erbarmt und vergibt euch all eure Schuld. Was gewesen ist, soll euch nicht mehr belasten.
Was kommt, soll euch nicht schrecken.
Gottes Güte ist eures Lebens Freude und Kraft. Amen
<ggf. Liedstrophe: z.B. EG 576 Meine Hoffnung und meine Freude>
<ggf.> Abendmahlsgebet
Wir bitten dich, Gott: Erfülle uns mit deinem Geist.
Segne diese Gaben, damit sie uns zum Leben und zum Heil dienen.
Segne unsere Gemeinschaft, lass deine Liebe unter uns spürbar werden.
Sei bei allen, die in diesen Tagen den Tod und die Auferstehung deines Sohnes feiern und stärke sie in dieser schwierigen Zeit.
Steh den Kranken bei und sei bei denen, die sie pflegen und um ihre Heilung kämpfen.
Hilf uns, aufeinander acht zu haben und an der Hoffnung festzuhalten.

Einsetzungsworte
Der Leiter/die Leiterin der Feier tritt an den Tisch und nimmt die Abdeckung von Brot und Kelch. Er/sie nimmt den Teller mit dem Brot uns spricht:
Der Herr Jesus, in der Nacht, da er verraten ward, und mit seinen Jüngern zu Tische saß, nahm des Brot, sagte Dank und brach’s, gab’s seinen Jüngern und sprach: Nehmet hin und esset, das ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Das tut zu meinem Gedächtnis.
Desgleichen nach dem Mahl nahm er den Kelch, sagte Dank, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus, das ist mein Blut des Neuen Bundes, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Das tut zu meinem Gedächtnis.
Austeilung
L: Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist. Wohl dem, der auf ihn traut.
(Brot und Wein / Saft werden in der Form, die vorher besprochen wurde, ausgeteilt) Wer seinem Nachbarn / Nachbarin das Brot reicht, sagt dazu:
Nimm und iss vom Brot des Lebens.
Wer seinem Nachbarn / Nachbarin das Brot reicht, sagt dazu:
Nimm und trink vom Kelch des Heils.

Entlasswort
(wenn alle gegessen und getrunken haben, spricht:
L: Christus spricht: Siehe ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt. Dank sei Dir, Jesus Christus.

Dankgebet
A: Lobe den Herrn, meine Seele,
und was in mir ist, seinen heiligen Namen!
Lobe den Herrn, meine Seele,
und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:
der dir alle deine Sünde vergibt
und heilet alle deine Gebrechen,
der dein Leben vom Verderben erlöst,
der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit,

L: Gemeinsam beten wir:
A: Vater unser
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
Und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Segenslied
EG 170 Komm, Herr, segne uns
oder
EG 171 Bewahre uns, Gott

Segen
L:
Der Herr segne uns und behüte uns
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. A: Amen.

Veranstaltungshinweise

Keine Veranstaltungshinweise vorhanden

Zur Zeit stehen keine Veranstaltungen an, für die wir besonders einladen möchten. Einen Überblick über alle Veranstaltungen und Termine der nächsten 30 Tage  finden Sie hier:

Termine

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